Heimatverein Niederlauterstein e.V.
letzte Aktualisierung: 19.11.2019


Veranstaltungen 2019

(wird laufend ergänzt, Änderungen vorbehalten)



Permett- Aschiem

Sonntag, 1. Dezember 2019, 15:00 Uhr, Parkplatz am Vereinshaus

Wir greifen auf das bewährte Programm zurück. Der Posaunenchor Lauterbach stimmt uns mit vorweihnachtliche Weisen auf die Adventszeit ein, ebenso ein Programm unserer KiTa Kinderland. Natürlich darf auch der Rupprich nicht fehlen, der die Kinder mit schönen Geschenken beglückt. Für Speis und Trank ist ausreichend gesorgt.

Im Vereinshaus werden uns am späteren Nachmittag "S' Berschl und de Lis" mit erzgebirgischen Liedern und Weihnachtsmusik unterhalten. Mit Akkordeon, Steirischer, Gitarre und Gesang schaffen es die Beiden garantiert, uns in vorweihnachtliche Stimmung zu bringen.



Rückblick auf unsere Veranstaltungen

(einen Rückblick auf alle unsere Veranstaltungen finden Sie in unserer Chronik)



3. Vereinsreise nach Slowenien

vom 2. Oktober bis zum 6. Oktober 2019

Unsere 3. Vereinsreise führte uns in diesem Jahr in die wunderbare Bergwelt Sloweniens. Mit dem Wetter hatten wir sehr viel Glück, an drei Tagen begleitete uns Sonnenschein und hervorragende Sicht auf unseren Touren. Diese waren bunt gemischt und boten für Sportbegeisterte in Planica, für Wanderfreunde z.B. mit der Tour zur Tamar- Berghütte oder durch die Vintgarklamm und auch für Kletterfreunde beim Besuch der Soce- Quelle viel Abwechslung. Mutige konnten sich mit der ZIP- Line von der großen Flugschanze in Planica aus ins Tal stürzen. Eine Bootsfahrt, die Fahrt mit dem Sessellift auf den "Vogel" und ein gemütliches Beisammensein in einer urigen Skihütte in Kranjska Gora rundeten das gelungene Programm ab.

Alle Mitgereisten waren am Ende begeistert und viele hatten sich schon auf der Heimfahrt, ohne Wissen vom Reiseziel, für die 4. Vereinsreise 2020 angemeldet. Diese führt uns übrigens nach Nordungarn und ist bereits ausgebucht!

Eckhard Oettel


61. Niederlautersteiner Vogelschießen vom 25. bis 28. Juli 2019

Das 61. Niederlautersteiner Vogelschießen fand bei unseren Gästen aus nah und fern wieder viel Zuspruch. Bereits am Donnerstag stand eine Veranstaltung der Evangelischen Kirchgemeinde Lauterbach auf dem Programm. Als Gast konnte der Fernsehmoderator, Journalist, Bestsellerautor und Evangelist Peter Hahne begrüßt werden, der zum Thema: „Fake-News oder Wahrheit? Worauf wir uns noch verlassen können?“ sprach. Alle verfügbaren Plätze im Festzelt waren besetzt und es mussten noch zusätzliche Sitzgelegenheiten außenhalb des Zeltes für die zahlreich angereisten Besucher geschaffen werden. Letztendlich ist es der Hartnäckigkeit des Lauterbacher Pfarrers Bernhard Fuß zu verdanken, dass Peter Hahne in Niederlauterstein zu Gast war.

Bei Peter Hahne platzte das Festzelt aus allen Nähten

Am Freitag lauschten ca. 80 Gäste dem unterhaltsamen Multimedia-Vortrag von Günter Reinl „Faszination Alaska – mit Eisenbahn und Auto durch ein wildes Land“. Mit wunderschönen Bildern und zahlreichen Geschichten rund um seine Reise von San Diego in den nördlichsten und größten Bundesstaat der USA unterhielt er die Zuhörer auf das Beste. Das traditionelle Skatturnier, das mit 40 Teilnehmern wieder sehr gut besucht wurde, gewann der für den Skatverein „Teutonia Zöblitz“ spielende und in Kleinneuschönberg wohnende Günter Frauenstein. Von allen teilnehmenden Skatspielern wird die Fairness und fast familiäre Atmosphäre in Niederlauterstein geschätzt.

Mit großer Freude registrierte der Veranstalter die vielen Kinder mit ihren Eltern und Großeltern zum Kinderfest, das wieder mit zahlreichen Ständen, Fahrgeschäften und bunten Angeboten für Kinder im Festgelände durchgeführt wurde. Beim Kleinfeld-Fußballturnier nahmen 4 Mannschaften teil. Gegen 17:15 Uhr stand die beim Modus „Jeder gegen Jeden“ und mit Hin- und Rückrunde durchgeführten sportlichen Vergleich siegreiche Mannschaft vom SC Bunker aus Zöblitz fest.

Siegerehrung des Fußballturniers im Festzelt- Der SC Bunker hat den Wanderpokal nach Zöblitz entführt

Am Abend spielte die aus Zwönitz stammende und im Erzgebirge bekannte Gambler-Rockband mit rockiger Musik aus den vergangenen 60 Jahren zum Tanz auf.

Am Sonntag wurde neben dem traditionellen Ablauf mit der Abholung des amtierenden Schützenkönigs Tino Kermer durch die Marienberger Blasmusikanten, die Schützengilde und die Freunde vom Heimatverein Göpfersdorf, ein besonderes „Highlight“ geboten. Der Niederlautersteiner Carnevalsverein führte einen Bullriding-Wettkampf für Mannschaften und Einzelpersonen durch, der großen Anklang und Begeisterung fand. Bei den gemeldeten 13 Mannschaften setzten sich am Ende die „Profis“ vom Pferdesportverein Wünschendorf, Mannschaft 2, durch. Den Einzel-Wettbewerb der Erwachsenen gewann Elias Schulze aus Rittersberg, der sich über den Siegerpreis, ein neues Smartphone, freuen konnte.

Der Bullriding-Wettbewerb zog zahlreiche Aktive und Zuschauer an

Auch im Festzelt war natürlich Einiges zu erleben. Dem traditionellen Auftritt der Marienberger Blasmusikanten folgte wieder einmal eine Modenschau, die erstmals von der Modeboutique „Mein Kleiderschrank“ gestaltet wurde. Danach wurde es mit der Mason-Einmannband wieder musikalisch. Seine wandelbare Stimme und eingängige Melodien sorgten bei den leider recht wenigen Zuhörern im Festzelt für gute Unterhaltung.

Mason sorgte im Festzelt für gute Unterhaltung

Die Kinder bespaßte Clown Franky, u.a. auch mit seinem lustigen Gefährt

Auch die Schausteller sorgten für die Unterhaltung der Kleinsten

Der Festplatz war bei trockenem aber nicht zu heißem Wetter stets gut gefüllt

Das 61. Niederlautersteiner Vogelschießen begann ca. 14:30 Uhr mit dem 1. Schuss des amtierenden Schützenkönigs Tino Kermer. Obwohl der hölzerne Vogel danach fünfmal(!) angesägt wurde, zog sich die Ermittlung des neuen/der neuen Schützenkönig(in) bis in die Abendstunden hin. Die Veranstalter befürchteten schon ein Ende unter Flutlicht, aber um 21.11 Uhr fiel endlich das letzte Stück. Neuer Schützenkönig ist Thomas Wohlgemuth aus unserem Ort, der seit vielen Jahren am Schießen teilnimmt und es endlich geschafft hat. Er wird in die Annalen des Volksfestes als „Mondscheinkönig“ eingehen, einem Titel, den er mit viel Humor angenommen hat. Endlich konnte auch unser Wolfgang Blasius zum traditionellen Schützentanz aufspielen.

Der neue Schützenkönig – Thomas Wohlgemuth aus Niederlauterstein

Die Introhnisierung des neuen Schützenkönigs im Festzelt

Hinter den Organisatoren und den zahlreichen Helfern lag wieder ein arbeits- und erfolgreiches Wochenende. Wir danken allen Sponsoren, Unterstützern und den fleißigen Helfern aus allen Niederlautersteiner Vereinen für ihren Beitrag zum Gelingen aller Veranstaltungen im Rahmen des 61. Niederlautersteiner Vogelschießens.

Text: Holger Hiemann

Fotos: Jonas Völckel und Eckhard Oettel


Bullriding zum 61. Niederlautersteiner Vogelschießen

Im Rahmen des 61. Niederlautersteiner Vogelschießens organisierte der Nieder-lautersteiner Carnevalsverein 1969 e.V. erstmals ein Bullriding- Turnier.

14:00 Uhr starteten dabei die Einzelwettbewerbe, ehe dann gegen 15:00 Uhr die Mannschaftswettbewerbe begannen. 13 Mannschaften hatten sich dafür angemeldet, nicht nur aus Niederlauterstein, sondern auch aus umliegenden Ortschaften.

Auch unser Heimatverein hatte eine Mannschaft gemeldet, ohne jedoch konkret zu wissen, wer dort mitmachen würde. Und dann gestaltete es sich viel schwieriger als gedacht, vier geeignete und interessierte (männliche) Vereinsmitglieder zu finden.

Die Mannschaft bildeten schließlich (von links): Silvio Kiekebusch, Mirko Leibiger, Daniel Strathaus und Ansgar Böse

Viel einfacher war das Aufstellen einer eigentlich gar nicht geplanten Frauenmannschaft, die sich spontan am Samstagabend zusammenfand und die wir kurzerhand nachnominierten.

Die Frauenmannschaft bildeten (von links): Conny Kiekebusch, Annett Domes, Angela Tollhupp und Jana Schreiter

So war es für die Beteiligten dann auch eine ziemliche Herausforderung, ohne physische und psychische Vorbereitung an den Start gehen zu müssen.

Letztendlich reichte es für die Männermannschaft für den 10 Platz, die Frauen besiegten die Männer und belegten mit wenigen Sekunden Vorsprung den 9. Rang. Siegerinnen des Wettbewerbes wurden die Mädels der 2. Mannschaft des Pferdesportvereins Wünschendorf, die sicherlich aufgrund ihres Hobbys einige Vorteile hatten.

Trotzdem natürlich Glückwunsch an die Siegerinnen und natürlich auch an unsere beiden Mannschaften, denen es zumindest einigen Spaß bereitet hatte, am Turnier teilzunehmen.


Fahrt zum 34. Vogelschießen nach Garbisdorf

Auch in diesem Jahr machten sich am letzten Sonntag im Juni, also am 30. 06.2019, wieder eine Abordnung der Schützengilde und einige Mitglieder des Niederlauter-steiner Heimatvereins auf, um dem Vogelschießen unseres befreundeten Vereins in Garbisdorf einen Besuch abzustatten. Es hieß, alte Freunde und Bekannte wieder zu treffen und mitzufiebern, wer denn diesmal das letzte Stück abschießt. Zu den acht Gästen aus dem Erzgebirge gehörte auch der amtierende Niederlautersteiner Schützenkönig Tino Kermer. Ein heißer und sonniger Tag stand nun allen Gästen bevor, so mancher Schweißtropfen ließ sich da nicht vermeiden.

Bei der Abholung der Schützenkönigin in Göpfersdorf

Nach der Abholung der Vorjahres- Schützenkönigin Marie Dworschak, wieder einmal vom Verwaltungsgebäude des „Leitermannes“ in Göpfersdorf aus, und dem Aufstellen der Erntekrone, einschließlich des traditionellen Täubchentanzes, startete das Vogelschießen. Auch die Niederlautersteiner Gäste durften wieder mitmachen und ihr Glück versuchen. Leider gelang es keinem, ein wertbares Stück abzuschießen, so dass die Heimfahrt diesmal leider ohne Imbiss erfolgen musste.

Wie schon in der Vorjahren durften sich die Niederlautersteiner Gäste am Täubchentanz beteiligen

Der erste Schuss, wie bei uns, von der amtierenden Schützenkönigin

Aber bis dahin sollte noch viel Zeit vergehen. Diese wurde auch genutzt, um einen kurzen Abstecher ins Nachbardorf Schwaben zu unternehmen. Die Vereine des kleinen Dorfes, darunter der ebenfalls mit uns befreundete Feuerwehrverein Schwaben e.V., feierten ihr 28. Dorf- und Kinderfest und da bot sich ein Besuch natürlich an.

Zu Besuch in Schwaben zum Dorf- und Kinderfest

Nun aber zurück nach Garbisdorf und den Vogel abschießen!

Wieder zurück in Garbisdorf konnten wir uns am gewohnt schönen und bunten Rahmenprogramm erfreuen, das ihren Höhepunkt wieder im Auftritt von Como Vento finden sollte, die mit ihrer Trommelshow einmal mehr für Gänsehaut sorgten.

Wolfgang Karp wurde nach 20 Jahren zum zweiten Mal Schützenköig in Gabisdorf

Zwei amtierende Schützenkönige im Erfahrungsaustausch

Da dieser Programmpunkt immer erst stattfindet, wenn der Vogel abgeschossen ist, mussten die Jungen und Mädchen dieses Jahr besonders lange auf ihren Einsatz warten. Denn das letzte, kleine Stück des Vogels wollte einfach fallen. Erst gegen 20:00Uhr, also nach 7 Stunden Schießen und 442 abgegebenen Schüssen, war es soweit. Getroffen hatte mit Wolfgang Karp aus Waldenburg ein Mitglied des gastgebenden Heimatvereins Göpfersdorf e.V., den auch wir sehr gut kennen, da er regelmäßig mit zum Vogelschießen nach Niederlauterstein kommt.

Como Vento (und Holger) in Aktion

Nach einem langen und anstrengenden Tag machten wir uns nach einer herzlichen Verabschiedung wieder auf den Heimweg vom Altenburger Land ins Erzgebirge.

Eckhard Oettel


Frühjahrswanderung im Rauschenbachgebiet

Am Sonntag, den 16. Juni 2019, luden wir zu unserer diesjährigen Frühjahrswanderung ein. Unser Ziel war diesmal das Gebiet rund um die Rauschenbachtalsperre.

Pünktlich um 10:00 Uhr konnte die Fahrt mit dem Sonderbus und 25 Wanderfreunden aus Niederlauterstein und Umgebung starten. Ständig ging unser Blick zum Himmel, der noch wolkenverhangen war. An der Rauschenbachtalsperre angekommen, nahmen wir das erste Stück unserer Wanderung, das uns oberhalb der Talsperre über Neuwernsdorf nach Deutschgeorgenthal zur Gaststätte „Grenzhof“ führte, unter unsere Füße.

Das erste Stück führte bei leichtem Nieselregen durch den Wald

Nach anfänglich leichtem Nieselregen klarte der Himmel auf und schenkte uns den ganzen Tag schönes sonniges Wanderwetter.

Kurzes Sammeln und Heimatkunde an der Alten Schule in Neuwernsdorf

Nach der Überquerung der Brücke in Neuwernsdorf mussten wir ein Stück auf der Straße laufen

In der Gaststätte „Grenzhof“ stärkten wir uns bei einem leckeren Mittagessen und kühlen Getränken, um dann den Anstieg in Richtung Cämmerswalde und dem nächsten Ziel, der Gaststätte am Flugzeug, zu meistern. Dort kamen wir nach einer angenehmen Wanderung mit herrlichen Aus- und Fernsichten zur besten Kaffeezeit an.

Nach dem wirklich leckeren Mittagessen schien sogar die Sonne

Jetzt ging es ein ganzes Stück bergauf, um gute Aussichten genießen zu können

Blick auf die Rauschenbachtalsperre und das Schluss Purschenstein

Nächster Halt war das Flugzeugmuseum in Cämmerswalde, das mit russischer Technik begeisterte

Hier bestand auch die Möglichkeit, sich mit Eis, Kaffee oder Kuchen zu stärken

Die letzte Etappe unserer Rundwanderung führte uns über die Staumauer zurück zur Bushaltestelle.

Uns boten sich weiterhin schöne Aussichten

Eine zahme Taube sorgte auf der Staumauer für Verwunderung

Auf der Heimfahrt ließen wir den schönen Wandertag noch einmal Revue passieren. Besonders die ausgewählte Länge der Wanderstrecke, die Einteilung in Streckenabschnitte und das angenehme Wandertempo, bei dem auf die etwas Langsameren in der Gruppe gern gewartet wurde, gefielen den Teilnehmern.

Text: Holger Hiemann


Maibaumsetzen und Hexenfeuer 2019

Bereits zum 10. Mal fand am 30. April das gemeinsam von Freiwilliger Feuerwehr und Heimatverein Niederlauterstein veranstaltete Hexenfeuer mit Maibaumsetzen statt.

Und auch zum Jubiläum hatten sich wieder zahlreiche Gäste zu uns aufgemacht, um gemeinsam den Winter zu vertreiben und den Mai zu begrüßen.

Wir üblich fand als erstes das Maibaumsetzen am Vereinshaus statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch Wehrleiter und Vereinsvorsitzendem waren die Kleinsten unseres Ortes an der Reihe. Die Erzieherinnen der KiTa Kinderland hatten ein kleines Programm einstudiert, das die Kinder mit Begeisterung vortrugen.

Danach durften sie, und natürlich auch die größeren Kinder, den Maibaum mit bunten Bändern schmücken. Und dann waren die Kameraden der Feuerwehr gefragt, die in den erst kürzlich verstärkten Masthalter den Maibaum fädelten und anschließend mit vereinten Kräften aufsetzten.

Die ganze Zeremonie wurde musikalisch umrahmt von unserer böhmischen Stammkapelle „Pichlovanka“, die dann auch den Fackel- und Lampionumzug ins Tal begleitete.

Der Fackelumzug setzt sich langsam in Bewegung

Dort war ein großes Hexenfeuer aufgebaut und alle warteten gespannt darauf, dass es entzündet würde. Nachdem das geschehen war und die ersten Flammen in den Himmel schlugen, war auch schon auf der Burgruine ein Getöse zu vernehmen- die Hexe war im Anflug! Und sie landete wieder genau mitten im Feuer, was sie natürlich nicht überleben konnte.

Mit viel Krach und Qualm stürzt die Hexe sich ins Feuer

Nach diesem zweiten Highlight des Tages spielten "Pichlovanka" zum Platzkonzert auf. Bei Getränken vom Ausschankwagen und leckerem Essen- es gab Bratwurst, Wiener, Brathering- und Fischsemmeln- wurde so manches lockere Gespräch geführt und die Kinder konnten sich bei Rundfahrten mit der Feuerwehr vergnügen. So verging die Zeit recht schnell und alle Gäste fieberten schon dem nächsten Höhepunkt entgegen- unserem legendären Feuerwerk von der Burgruine.

Erstmals hatten wir einen Ausschankwagen organisiert, so dass es keine Warteschlangen mehr gab

Am Vormittag waren durch die Feuerwerker und Helfer aus Heimatverein und Feuerwehr zahlreiche explosive Kisten den Burgberg hochgeschleppt worden die nun, nachdem sie in stundenlanger Arbeit verkabelt und aufgebaut wurden, auf ihre Bestimmung warteten. Gegen 22:00 Uhr war es soweit und ein gewaltiges Feuerwerk wurde gezündet. Umrahmt von passender Musik begeisterte es die Gäste.

Alle die das erleben durften, waren voll des Lobes. Unser besonderer Dank gilt deshalb den Sponsoren dieses Feuerwerkes, der WÄTAS Wärmetauscher Sachsen GmbH um Geschäftführer Torsten Enders und  Ragefire Feuerwerkstechnik um Ingolf Tollhupp, der nicht nur das Feuerwerk arrangierte, sondern auch einen Teil zu Finanzierung beisteuerte.

Wie leider auch in den zurückliegenden Jahren leerte sich der Festplatz anschließend recht schnell, nur noch einige wenige machten es sich am Feuer gemütlich und rückten diesem immer näher.

Das hatte guten Grund, denn es war bei sternen-klarer Nacht inzwischen kalt geworden. Insgesamt hatten wir Glück mit dem Wetter. Nach wochenlanger Trockenheit und Waldbrandwarn-stufe 3 stand zumindest das Feuerwerk auf der Kippe, wenn es nicht geregnet hätte. Aber der Regen kam rechtzeitig, sorgte für Entwarnung in  den Wäldern und wich rechtzeitig am 30. April schönem Sonnen-schein. Zum Aufbau des Platzes am Vortag waren wir noch „eingeweicht“ worden, der Abbau am 1. Mai konnte dann aber zum Glück bei trockenem Wetter und Sonne stattfinden.

Wir sind sehr froh, dass das Niederlautersteiner Hexenfeuer jährlich zahlreiche Bürger, nicht nur aus Niederlauterstein sondern auch aus den umliegenden Ortschaften anlockt. Seien sie auch nächstes Jahr wieder unsere Gäste!

Vorstand

Heimatverein Niederlauterstein e.V.


Vortrag "Südafrika- Von Kapstadt bis zu den Drakensbergen"

55 Gäste aus Nah und Fern verfolgten am Freitag, den 5. April 2019, den sehr interessanten Vortrag über die Reise des Niederlautersteiner Naturfreundes Joachim Melzer nach Südafrika.

Wie angekündigt und versprochen legte er in seinem Bericht besonderen Wert auf die unscheinbaren Dinge am Wegesrand, oft machte er sich für deren Entdeckung allein oder mit seiner Frau auf die Pirsch, um auch die kleinsten Tierchen oder Pflänzlein zu finden. Beachtung fanden natürlich auch riesige Aloe-Palmen, Elefanten, Nashörner und Giraffen.

Die anscheinend auch sehr naturinteressierten anwesenden Gäste fanden diese besondere Herangehensweise an einen Reisebericht richtig gut und sparten im Anschluss nicht mit Lob für den Vortrag.

Um den Abend in einer erträglichen Länge zu halten hatten wir uns abgestimmt, nur über die Hälfte der Reise an einem Abned zu berichten. Der zweite Teil ist dan im Herbst geplant, u.a. mit dem Krüger-Nationalpark. Wir werden rechtzeitig über den Termin informieren.

Wir möchten Herrn Joachim Melzer nochmals herzlich für diesen interessanten Vortrag danken.

Vorstand

Heimatverein Niederlauterstein e.V.


Vortrag Volkmar Geupel

Am Freitag, den 22.03.2019, nutzten über einhundert Heimat- und Geschichts-interessierte die Möglichkeit, sich bei einem Vortrag von Volkmar Geupel über die Ergebnisse seiner Ausgrabungen in und um Niederlauterstein zu informieren. Diese Ausgrabungen auf der Burg Lauterstein, dem Alten Lauterstein auf dem Löwenkopffelsen und dem Areal Schwedengraben fanden bereits in den 70er und 80er Jahren statt. Für einige Einheimische waren die Ausführungen von Herrn Dipl.- Präh. Geupel eine Auffrischung vorhandenen Wissens, für die meisten der Gäste sicherlich vollkommen neue Informationen. Etwa ein Drittel der Anwesenden kam aus Niederlauterstein, die Mehrzahl von außerhalb unseres Ortes. Auch einige Fachleute, wie Ortschronisten und Heimatforscher, konnten wir als Gäste begrüßen.

Im Jahr 1972 hatte der Niederlautersteiner Kulturbundvorsitzende Gert Walther einen Brief an das Landesamt für Archäologie in Dresden geschickt, in dem er darum bat, die Niederlautersteiner Einwohner bei dringend notwendigen Sicherungsmaßnahmen an der Burgruine Lauterstein zu unterstützen. Dieses Engagement von Bürgern für eine verfallene Bausubstanz beeindruckte das Amt und so entschloss man sich, der Bitte nachzukommen. Es sollte aber nicht nur fachliche Unterstützung bei den Sanierungsarbeiten geben, gleichzeitig war geplant, archäologische Untersuchungen auf der Burg durchzuführen, um zu neuen Erkenntnissen zur Burg und vielleicht auch zur gesamten Besiedlungsgeschichte des Erzgebirges zu gelangen.

Gert Walther und Volkmar Geupel (v.l.) freuen sich über ihr Wiedersehen

Und so rückten nach einiger Vorbereitungszeit im Sommer 1974 schließlich die Archäologen an, um sich Stück für Stück ins Erdreich zu graben. Das dauerte schließlich bis 1978 und neben vielen Scherben traten auch neue Erkenntnisse zu Tage, über die uns Herr Geupel, auch anhand einiger Fotos, informierte.

In den Jahren 1976/1977 folgten schließlich kleinere Plangrabungen auf dem Löwenkopffelsen. Historische Überlieferungen, vorhandene Flurnamen und auch das Gelände selbst führten zur Vermutung, dass auch hier einst eine Burganlage gestanden hatte. Doch der letzte Beweis dafür fehlte und deshalb legte man mehrere Grabenschnitte an, die Befestigungsanlagen in Form von Gräben und Wällen zu Tage förderten und damit den eindeutigen Beweis erbrachten, dass hier eine Burg gestanden hatte. Nicht unumstritten bringt Geupel diese mit der in der Hersfelder Grenzbeschreibung genannten Burg Nidberg in Verbindung.

Im Zusammenhang mit dieser Burg steht auch die letzte Ausgrabungsstätte, das Areal am sogenannten Schwedengraben. Von 1984 bis 1989 wurde durch Volkmar Geupel und seine Helfer diese Fläche archäologisch untersucht. Dabei kam es zu überraschenden Entdeckungen. Ursprünglich vermutet wurde hier nämlich Bergbau, da man die unnatürlichen Senken als verfallene Bergwerke, also Bingen deutete. Die Ausgrabungen ergaben jedoch ein anders Bild- in den Gruben fand man Mauern und Feuerstellen (Lehmkuppelöfen). Also waren die zahlreichen Senken verfallene Häuser, in denen man im Keller, also unter der Erdoberfläche wohnte. Die ebenfalls vorhandenen kleinen Hügel konnten archäologisch als Backöfen identifiziert werden. Zum Schutz umgeben war die Siedlung mit einem Graben, den später so bezeichneten Schwedengraben.

Es wird nun vermutet, dass diese nichtbäuerlich Siedlung zur Versorgung der gegenüber auf dem Löwenkopffelsen liegenden Burg gedient hat.

Nach etwa 1,5 Stunden beendete Volkmar Geupel seinen Vortrag und stand noch für Fragen zur Verfügung. Da Herr Geupel während der Ausgrabungen viele Monate in Niederlauterstein verbrachte und dabei fast ein Einheimischer geworden ist, setzten sich anschließend noch einige der Gäste in gemütlicher Runde mit ihm zusammen, um sich über die "alten Zeiten" auszutauschen.

Wir danken Volkmar Geupel hiermit nochmals herzlich, dass er mit seiner Frau wieder einmal den Weg zu uns nach Niederlauterstein gefunden hat.

Vorstand und Heimatforscher

Heimatverein Niederlauterstein e.V.