Försterhäusel Niederlauterstein

Nachdem von Jugendlichen aus unserem Verein der Wunsch geäußert wurde, in Niederlauterstein einen Jugendtreff bzw. Jugendclub zu etablieren, hat sich im September 2018 der Vorstand des Heimatvereins entschlossen, dass schon als Unterkunft für Jugendliche viele Jahre bewährte „Försterhäusel“ zu mieten und wieder mit Leben zu erfüllen.

Das Försterhäusel vor der Übernahme durch den Heimatverein

Der Mietvertrag für das Holzhäuschen aus den 50er Jahren wurde im Mai 2018 von den letzten Nutzern, inzwischen „in die Jahre gekommene“ Jugendliche, gekündigt und so bewarben wir uns beim Eigentümer, der Stadt Marienberg, um einen Mietvertrag. Unsere Anfrage wurde anscheinend erleichtert positiv beschieden und so ist unser Heimatverein seit 1. Oktober 2018 Mieter der rustikalen Unterkunft.

Da die Bleibe in den letzten Jahren nur sehr wenig genutzt wurde, standen vor einer Wiedernutzung, die möglichst noch im Jahr 2018 erfolgen sollte, noch einige Renovierungs- und Reparaturarbeiten auf dem Programm. Außerdem mussten für die Ofenheizung Brennstoffe organisiert und eingelagert werden.

Blick ins Innere- es gibt viel zu tun!

An vier Samstagen und auch an zahlreichen dazwischen liegenden Wochentagen fanden dazu mehr oder weniger große Arbeitseinsätze statt, bei denen mittlerweile 380 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet wurden. Insgesamt 34 Vereinsmitglieder beteiligten sich daran, am ersten Samstag waren allein 17 Helfer vor Ort um die unterschiedlichsten Arbeiten zu erledigen.

Zahlreiche Helfer waren beim zerkleineren, transportieren und lagern von 8 Festmetern Brennholz nötig

Reinigung von Dach und Fassade

Reparatur von Fenstern und Fensterläden

Erneuerung der Elektroanlage

Dämmung und Reparatur der linken Grundmauer

Transport und einstapeln von 1 Tonne Braunkohlebriketts

Es musste aber nicht nur gearbeitet werden, auch eine ausgiebige Mittags-pause mit leckerer Kartoffelsuppe und Kaffee+Kuchen stand auf dem Programm

Zahlreiche Helfer waren auch bei den umfangreichen Reinigungsarbeiten im Häuschen am 27.10.2018 erforderlich.

Nach dem Einbau der seit Jahren ausgelagerten Möbelstücke in der zweiten Novemberwoche waren nur noch einige Feinarbeiten, wie z.B. die Anfertigung von Gardinen und Sitzkissen, notwendig.

Am 20.11.2018 war dann alles soweit fertig, dass das Häusel an seine Hauptnutzer übergeben werden konnte. Neben den genannten Jugendlichen ist das auch eine Gruppe Dartspieler, die Ihr Hobby im Gebäude ausüben wollen und natürlich will auch der Heimatverein für Veranstaltungen das Domizil hin und wieder nutzen.

Schüsselübergabe an den Jugendclub "Försterhäusel"

Schlüsselübergabe an den Leiter der Dartgruppe, Jens Fritzsch

Die Übergabe der Schlüssel fand im Rahmen einer "Danke-Schön-Feier" statt. Zu dieser Feier waren 37 fleißige Helfer geladen worden, die in 420 Stunden ehrenamtlicher Arbeit das alte Häuschen wieder in ein Schmuckstück verwandelt hatten. Und der Abend bestätigte, was eigentlich alle schon wussten- hier kann man wirklich gut feiern!

Die zahlreichen geladenen Gäste fühlten sich sichtlich wohl

Am darauf folgenden Tag, also am Mittwoch, den 21.11.2018 (Buß- und Bettag), bestand dann für die Einwohner die Möglichkeit, (mal wieder) einen Blick ins Försterhäusel zu werfen. Dafür hatten die Jugenlichen zu einem "Tag der offenen Tür" geladen und sich auch fleißig an der Verköstigung der Gäste beteiligt. Ab 10:00 Uhr war geöffnet, leider fanden bis zum Mittag nur wenige Gäste den Weg ins Pockautal. Aber dann ging es richtig los. Das Häusel füllte sich zusehends und schon bald herrschte Platznot, so dass die, die schon länger saßen, für die neuen Gäste Platz machen mussten. Gegen 19:00 Uhr hatten dann über 100 Neugierige zu uns gefunden und alle waren von der rustikalen Gemütlichkeit beeindruckt.

Zahlreiche Gäste verschafften sich einen Eindruck vom neuen alten Förster-häusel

Wir hoffen nun, mit vielen regelmäßigen Nutzungen und auch schönen Veran-staltungen dem schon früher beliebten Häuschen wieder neues Leben einzuhauchen und würden uns freuen, Sie und euch einmal als Gast begrüßen zu können.

Eckhard Oettel

hier gelangen Sie zum Freie Presse Artikel über die Eröffnung vom 22.11.2018